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Um ehrlich zu sein, ist alles rund ums Thema Tod für mich tabu. Ich versuche es zu verdrängen, ob das gut oder schlecht ist, sei mal dahin gestellt. Jedenfalls ist das ein “heftiges” Thema für einen Blog und du hast für diesen Blog, aber noch mehr für deine Berufswahl meinen vollsten Respekt. Ich könnte das nicht. So aber nun zu meinen Fragen: Wie genau ist deine Ausbildung struktuiert? Ist das auch eine duale Ausbildung mit Praxis- und Theoriephasen in der Berufsschule? Dauert die Ausbildung auch 3 Jahre und endet mit einem IHK-Abschluss?
Grüße Myriam

 

Guten Morgen Myriam,

der Bestatteralltag beginnt früh und so antworte ich noch vor meiner allmorgendlichen Dusche: Also ich bin in einem Betrieb und gehe in eine Berufsschule, dabei allerdings nur in Blockunterricht, dieser steht mir am 06.10.14 das erste mal bevor. Die eigentliche Struktur im Betrieb ist echt schwer zu fassen, da es ja keine gibt. Mein Meister kann schlecht sagen: „Und morgen, da machst du eine hygienische Versorgung und einen große Ligatur.“ und es ist niemand da (was natürlich immer besser und schöner ist, denn auch Bestatter mögen nicht den Tod herbeirufen), ich will damit etwas stumpfsinnig sagen: Ich kann im Betrieb einfach nur das machen, was zu machen ist und wenn es ruhig ist, dann machen wir nichts und gehen ganz gemütlich nach Hause. Ich kann über die Theoriephasen nur das sagen, was ich gelesen und von anderen gehört habe: Wir haben einen sehr ausgeprägten Praxisbezug, mit vielen „Planspielen“ und auch handwerklichen Dingen, deshalb muss ich mal am Rande sagen: Ich freu mich wirklich hart drauf!

Die normale Ausbildung zur Bestattungsfachkraft dauert drei Jahr, wobei ich nur zwei vor mir habe – ich bin ja auch alt genug- und der Abschluss liegt bei der IHK.

Ich hoffe, dass ich deinen Fragen gerecht geworden bin und wünsche dir noch einen schönen Start in den Tag und ins Wochenende. Wer Fragen hat, immer her damit.

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